Turbantag am 28. April

Sehr herzlich lädt die Sikh-Gemeinde Berlin am 28. April 2018 zwischen 11.00 Uhr und 18.00 Uhr zu einem Turban-Tag auf dem Potsdamer Platz (an der historischen Ampel, Ecke Alte Potsdamer Str.) ein. Die Mitglieder der Gemeinde werden Interessierten vorführen, wie man den Turban bindet und die Bedeutung dieser traditionellen religiösen Kopfbedeckung der Männer erklären.
Die monotheistische Sikh-Religion ist ursprünglich auf dem indischen Subkontinent beheimatet und wurde im 15. Jahrhundert von Guru Nanak Dev im nordindischen Punjab begründet. Im heiligen Buch der Sikh, dem Sri Guru Granth Sahib, sind die Schriften der religiösen Lehrer der Sikh überliefert sowie spirituelle Texte auch aus anderen Religionen zu finden. Sikhs glauben an einen gestaltlosen Schöpfergott und die Einheit der Schöpfung. Sie betonen die Gleichheit aller Menschen, egal welchen Geschlechts, welchen Standes oder welcher Nationalität. Die Angehörigen der Sikh Religion sind aufgefordert, ihre Haare nicht zu schneiden und ihr ungeschnittenes Haar mit einem Turban zu bedecken. Heute gibt es weltweit ca. 27 Millionen Anhängerinnen und Anhänger der Sikh-Religion. Zur Gemeinde in Berlin mit ihrem Tempel (Gurdwara) in Reinickendorf gehören etwa 400 Mitglieder, in Berlin leben insgesamt an die 1.500 Sikhs.
Mit dem Turban-Tag will die Sikh-Gemeinde in den Dialog mit Menschen dieser Stadt treten und sich für religiöse Vielfalt und Toleranz einsetzen. Neben Turban-Binden und Gesprächen werden den Besucherinnen und Besuchern Chai-Tee und Fingerfood angeboten.
Eröffnet wird der Turban-Tag um 11.00 Uhr mit Grußworten von
• Prof. Barabara John, ehem. Ausländerbeauftragte und Vorsitzende des paritätischen Wohlfahrtsverbandes,
• Dr. Wolfgang Thierse, ehem. Bundestagspräsident,
• Dr. Thomas M. Schimmel, Koordinator der Langen Nacht der Religionen in Berlin,
• Dr. Michael Bäumer, Geschäftsführer des Berliner Forums der Religionen und
• Dr. Gabriele Yonan, Religionswissenschaftlerin.
Ich würde mich freuen, wenn Sie auf die Veranstaltung der Sikh-Gemeinde hinweisen und über sie berichten könnten.
Für Rückfragen stehen Ihnen Frau Ranjit Kaur von der Sikh-Gemeinde in Reinickendorf oder ich gerne zur Verfügung.
Herzliche Grüße!
Dr. Thomas M. Schimmel