Zum Tod von Pfarrer Martin Schröder

Zum Tod von Pfarrer Martin Schröder

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»O mein Gott! O mein Gott!
Wahrlich, Dein Diener, der demütig vor der Majestät Deiner höchsten, göttlichen Gewalt und
bescheiden am Tor Deiner Einzigartigkeit steht, hat an Dich und Deine Verse geglaubt. Er hat für Dein Wort gezeugt
und war entflammt vom Feuer Deiner Liebe. Tief war er in das Meer Deiner Erkenntnis eingetaucht und angezogen
von Deinem Windhauch. Auf Dich hat er sich verlassen, Dir sein Angesicht zugewandt und
Dir seine Gebete dargebracht, Deiner Vergebung und Verzeihung gewiss.
Nun hat er dieses vergängliche Leben verlassen und sich emporgeschwungen in der Unsterblichkeit Reich,
voll Sehnsucht nach der Gnade, Dir zu begegnen. O Herr, verherrliche seine Stufe, herberge ihn
unter dem Thronzelt Deines höchsten Erbarmens, gewähre ihm Einlass in Dein herrliches Paradies
und lass ihn immerdar leben in Deinem erhabenen Rosengarten,
eingetaucht in die Welt der Mysterien wie in ein Lichtermeer.
Wahrlich, Du bist der Freigebige, der Gewaltige, der Vergebende und der Schenkende.«

‘Abdu’l-Bahá

Sehr geehrte Frau Schröder-Fink, liebe Gisela,

tief betroffen habe ich Nachricht erhalten vom Hinscheiden Deines Mannes Martin und unseres langjährigen Kollegen im religionsübergreifenden Gespräch. Über Jahrzehnte hat Martin dieses Gespräch in den unterschiedlichsten Formaten maßgeblich mitgestaltet, viele Jahre als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften (AKR) und zuletzt als stellvertretender Vorsitzender der Langen Nacht der Religionen in Berlin e.V..

Für diese vielfältigen Tätigkeiten, die uns alle näher zueinander brachten, sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet. Gerade bei den letzten Sitzungen zur Vorbereitung der Langen Nacht der Religionen in Eurer Wohnung sind wir Martin nochmals besonders nahegekommen.

Zu Beginn der gestrigen Sitzung des Koordinationskreises des Berliner Forums der Religionen wurde ihm zu Ehren das obige Gebet gesprochen. Im Anschluss teilten die Mitglieder des Forums ihre Erinnerungen an Martins langjähriges, von Herzenswärme geprägtes Engagement. Die anwesenden Christen, Muslime, Juden, Bahá’í, Hindus, Buddhisten und Paganen schauten mit großer Dankbarkeit auf Martins Dienste, seine Standhaftigkeit und Zuverlässigkeit zurück.

Stets werden wir Martin ein ehrendes Andenken bewahren.
Unser Mitgefühl gilt Dir und der gesamten Familie.

In stiller Anteilnahme

Peter Amsler
Vorsitzender
Lange Nacht der Religionen in Berlin
e.V.