Bericht zur Auftaktveranstaltung
Am 13. und 14. September 2025 öffneten ca. 50 Kirchen und Religionsgemeinschaften in Berlin ihre Türen und gaben Berlinerinnen und Berlinern Einblicke in ihren Glauben, ihre Traditionen und ihre religiöse Praxis. Auf dem Programm standen Vorträge, Diskussionen, Konzerte, Führungen und Gottesdienste, die auf der Webseite www.nachtderreligionen.de beworben wurden.
Im Vorfeld wurden die teilnehmenden Orte zu zwei Netzwerktreffen eingeladen, um im Rahmen der Langen Nacht gemeinsame Veranstaltungen anzuregen und abzustimmen. Zudem fand ein reger Austausch statt, auch zum diesjährigen Motto »Hoffnung«. Bereits im Vorjahr hatten über 60 Religionsgemeinschaften mitgewirkt und mehr als 3.000 Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert.
Auftaktveranstaltung
Die öffentliche Auftaktveranstaltung auf dem Kulturforum zwischen Gemäldegalerie und Kupferstichkabinett lockte über sechzig Personen an, darunter Vertreter des Berliner Senats, der Presse und des vorbereitenden Initiativkreises.
Zu Beginn trug Matondo Castlo einen Deutschrap vor, der die Intention der Langen Nacht — Frieden und Verständigung — thematisierte. Matondo Castlo ist Schauspieler, Musiker und Moderator. Als Sohn kongolesischer Eltern wuchs er in Berlin-Neukölln auf. Nach einer Ausbildung zum Erzieher gründete er die gemeinnützige Initiative Alles für die Jugend gUG, die kreative Projekte mit Jugendlichen umsetzt. Bundesweit bekannt wurde er als Moderator des KiKA-Baumhauses (2021–2022).
Im Anschluss lud der Initiativkreis alle Anwesenden zu einem interreligiösen Speed-Dating ein, bei dem achtsames Zuhören und persönliches Mitteilen im Vordergrund standen. Dabei ging es darum, welche Hoffnungen die Teilnehmenden mit ihrem Glauben für sich und die Stadtgesellschaft verbinden und welche Zuversicht ein religionsübergreifender Dialog geben kann. Der deutsch-ukrainische Chor »Die Schwalben« aus dem Umfeld der Berliner Bahá’í-Gemeinde sang mehrere Lieder; anschließend traten Vertreterinnen und Vertreter aus Buddhismus, Brahma Kumaris, Christentum, Islam, Paganismus und Sikhismus hervor, um Friedensgebete zu sprechen. Den Höhepunkt bildete die Ansprache des 1942 in Tel Aviv geborenen israelischen Komponisten und Schriftstellers Baruch Berliner, die eindrücklich das Friedenszeugnis der Religionen betonte.
Für die finanzielle Unterstützung der Auftaktveranstaltung und der Öffentlichkeitsarbeit danken wir der Dr. Buhmann Stfitung für interreligiöse Verständigung.

Das Projekt „Lange Nacht der Religionen“ wird dankenswerterweise von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gefördert.















